Welche Holzarten verwenden wir für unsere Produkte und warum?

Hier könnt Ihr Euch einen Überblick verschaffen und Wissenswertes über Holz erfahren.

Die Fichte

Die Gemeine Fichte wird zur Papierherstellung genutzt und liefert gutes Bauholz, beispielsweise für Gebäude und Möbel. Außerdem ist das Holz zur Musikinstrumentenherstellung geeignet. Bei den alten Griechen war der Baum Poseidon, dem Gott des Meeres geweiht, da Schiffsmasten aus Fichtenholz hergestellt wurden. Bei der Irminsäule, dem Baumheiligtum der Germanen, soll es sich ebenfalls um eine Fichte gehandelt haben. Aus ihr entstand der sogenannte Maibaum. Die Fichte kann bis zu 600 Jahre alt werden. Sie war bis in die 60er Jahre der bevorzugte Weihnachtsbaum, wurde dann von Bäumen wie der Nordmanns Tanne ersetzt, die längere und weichere Nadeln tragen. Das ätherische Öl der Fichte wird heute zur Behandlung von Bronchitis genutzt. In Badezusätzen fördert es die Durchblutung und hilft gut gegen Rheuma.
Die Gemeine Fichte trägt durch starken Monokulturanbau zur starken Bodenversauerung bei (saure Nadelstreu). Formen: Es gibt Züchtungen von Hängeformen bis zu niedrigen Zwergformen, auch als Bonsai geeignet.

Deutscher Name: Gemeine Fichte

Alternative Bezeichnung: Rottanne, Rot Fichte

Lateinische Bezeichnung: Picea Abies

Gehört zu der Familie: Kieferngewächse (lat. Pinaceae)

Herkunft: Einheimisch

Wuchshöhe: 2m (10 Jahre), 18m (20 Jahre), Endhöhe 40m

Wurzelsystem: Flachwurzler

Vorkommen: von Skandinavien bis zum Balkan, in den Mittelgebirgen natürlich erst oberhalb 800 m, durch forstlichen Anbau weiter verbreitet. In den bayerischen Alpen bis zu 1550 m Höhe ansteigend.

Erscheinungsbild: Immergrüner bis 50 m hoher Baum, selten auch bis 70 m und damit höchster einheimischer Baum. Stämme gerade, bis zu 2 m dick.

Blätter: 1 – 2,5 cm lang, 1 mm dick, im Querschnitt rautenförmig, daher kantig, zugespitzt, steif, stechend, wirtelig oder undeutlich gescheitelt. Nadelbasis höckerig, Zweige fühlen sich bei der Fichte daher rauh wie eine Feile an.

Borke/Rinde: kupferbraun, löst sich in kleinen rundlichen Schuppen ab.

Blüten: männliche Blüten beim Aufblühen karminrot (purpurrot nach gelb verfärbend), weibliche ebenfalls rötlich (hellrot bis gelbgrün), nur in den oberen Kronenregionen, die sich zu Zapfen ausbilden.

Früchte: zur Reifezeit bräunlich hängende Zapfen, 10 – 15 cm lang, 3 – 4 cm dick, immer etwas harzig. Samen 4 – 5 mm lang, mit 1,5 cm langem und 6-7 mm breitem Flügel.

Die Kiefer

Forstwirtschaftlich ist die Kiefer sehr bedeutend, denn aus Kiefernholz wird ein beträchtlicher Anteil unserer Möbel hergestellt. Bei Weitem nicht nur für Garten und Freizeit oder als Lagerungsregale. Diese Möbel sind Massivholzmöbel. Sie sind robust und pflegeleicht und trotzdem hell und freundlich. Pflegetipp für Massivholzmöbel: Sie werden geölt oder gewachst mit Bienenwachsprodukten und behalten so ihre Charakteristik und Struktur. So kann man auch einen robusten Kiefernholz-Esstisch sehr lange ansehnlich erhalten. Möbel aus Kiefern sorgen laut heimwerker.org in Ihren Räumen auch klimatisch für eine positive Veränderung.

 

Deutscher Name: Wald-Kiefer, Wald-Föhre

Lateinische Bezeichnung: Pinus Sylvestris

Gehört zu der Familie: Kieferngewächse (lat. Pinaceae)

Herkunft: Einheimisch

Wuchshöhe: 3m (10 Jahre), 12m (20 Jahre), Endhöhe 36m

Wurzelsystem: Pfahlwurzel

Vorkommen: In Mitteleuropa weit verbreitet, bis in 1600 m Höhe

Erscheinungsbild: 15 – 40 m hoher Baum mit kegel- bis schirmförmiger Krone, locker aufgebaute Aststockwerke

Blätter: paarweise, 4 – 8 cm lang, oft entlang der Längsachse gedreht, blau- bis graugrün, Nadeln werden von Nadelscheide zusammen gehalten

Borke/Rinde: Borke im oberen drittel meist orange-rötlich, in den unteren Bereichen rötlich-braun bis graubraun

Blüten/Früchte: weibliche rötlich, ca. 1 cm lang, am Ende der Kurztriebe stehend, aus den weiblichen Blüten bilden sich später die Zapfen. Männliche Blüten “würstchenartig”, rotbraun bis braun, unreif grün-gelblich, mit gelbem Blütenstaub

 

Die Birke

Die Blüten der Birke werden vom Wind bestäubt, die Samen ebenfalls vom Wind verbreitet. Die Hänge-Birke erreicht ein Alter von 90-120 Jahren. Die weiße Farbe des Birkenstamms beruht auf dem Inhaltsstoff Betulin; dieser macht die Rinde zudem schwer verweslich und für Nässe undurchlässig. Unserer Vorfahren machten sich diese Eigenart zu Nutze indem sie die Rinde als Unterlage für Schwellen und Balken auf feuchtem Boden sowie Dachziegeln verwendeten. Noch ein weiterer Inhaltsstoff der Birken -der Birkenteer- ist von besonderer Bedeutung: Er lässt die Rinde zur einer guten Fackel werden. Bereits die alten Gallier kochten diese phenolhaltige pechartige Substanz aus der Rinde heraus und verwendeten sie als Wagenschmiere und zum Abdichten von Fässern und Booten. Der zuckerhaltige Birkensaft, der während weniger Wochen im Frühling durch den Stamm in die Baumkrone fließt und sich durch Anzapfen des Stammes gewinnen läßt, ist ebenfalls nutzbar: getrunken dient er als Hausmittel zur Kur gegen Rheuma und Gicht. Im ländlichen Bereich wurde der Saft auch zur Kosmetik für Teint und glänzendes Haar verwendet. Letztlich läßt er sich zu Birkenwein vergären. Als erster unter unseren heimischen Bäumen zeigt die Birke im Frühjahr ihr Grün und gilt daher als Sinnbild der Frühlingserwachens und der Wiedergeburt. Augenscheinlich wird dies in ihrer traditionellen Verwendung als Maibaum, als Schmuck in Lichtmess- und Fronleichnamsfeier sowie als Bauholz für Kinderwiegen. Birkenholz wird zu Sperrholz verarbeitet und gilt als begehrtes Furnierholz.

Darüber hinaus eignet sich die schnell nachwachsende und – was den Standort angeht – weitgehend anspruchslose Birke hervorragend als Holzlieferant. Traditionell wurden und werden Kinderwiegen aus Birkenholz gefertigt. Aber auch für die Kommode im Flur, der Tisch im Esszimmer oder gar das Holzlaufrad für den Nachwuchs ist die Birke geeignet: Ausschlaggebend ist lediglich handwerkliches Geschick; das Holz bringt in jedem Fall ausreichend robuste Qualität mit.

Deutscher Name: Hänge-Birke, Weiß-Birke

Alternative Bezeichnungen: Sand-Birke

Lateinische Bezeichnung: Betula Pendula

Gehört zu der Familie: Birkengewächse (lat. Betulaceae)

Herkunft: Einheimisch

Wuchshöhe: 5m (10 Jahre), 18m (20 Jahre), Endhöhe 25m

Wurzelsystem: Herzwurzler

Vorkommen: In Mitteleuropa von Norddeutschen Tiefland bis zur Höhe von 1900 m in den Alpen

Erscheinungsbild: Sommergrüner, 10-25 m hoher Baum

Blätter: Blätter lang zugespitzt, etwa 4-7 cm lang und 3 cm breit mit ca. 3 cm langem Stiel, dünn, beiderseits kahl, nur nach dem Austrieb leicht klebrig, im Herbst schön goldgelb

Borke/Rinde: Rinde weiß mit schwarzen Längsrissen, tief gefurcht.

Blüten: Einhäusig, männliche Kätzchen an den Enden älterer Triebe, hängend, frei überwinternd, weibliche Kätzchen an der Spitze junger Kurztriebe, Blütezeit: April bis Mai

Früchte: Nussfrucht ca. 2-3 mm groß, rundum häufig geflügelt, Früchte ab August