Aus dem Schwarzwald für alle

Weil für unsere Produkte nur das beste Holz in Frage kommt, nutzen wir Holz aus regionalen, zertifizierten Wäldern die nachhaltig bewirtschaftet werden. Welche Region eignet sich dazu besser als der Schwarzwald? Das größte und höchstgelegene Mittelgebirge Deutschlands. Auf Grund der Geschichte und der geografischen Gegebenheiten dieser Region ist der Schwarzwald heute zu ungefähr dreiviertel seiner Fläche bewaldet. Um den großen Wert des Schwarzwaldes weiterhin zu sichern, werden die Wälder nachhaltig bewirtschaftet. Der Tourismus als eine der größten Einnahmequellen der Region wird ebenfalls so nachhaltig wie möglich betrieben.

Woher stammt der Name?

Wieso der Schwarzwald Schwarzwald heißt?

Im Herbst sieht der Schwarzwald recht bunt aus. Von schwarz keine Spur. Woher der Schwarzwald seinen Namen hat, kann man nur verstehen, wenn man in frühere Zeiten blickt. Die Römer nannten die riesige unbewohnte Waldfäche silva nigra: Wald schwarz oder düster. Menschen siedelten damals nur am Waldrand. Wenige trauten sich den dichten Wald zu roden. Das geschah erst zu Zeiten der Ritter und Klöster. In einer Urkunde aus dem Jahr 868 steht zum ersten Mal der Name “Swarzwald”. Als etwa 900 Jahre später der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe durch den Schwarzwald reiste, war der ziemlich kahl. Sehr viele Bäume wurden gefällt. Man brauchte Holz zum Bauen und Heizen und Schmelzen von Erz und Glas. Ganze Baumstämme wurden den Rhein hinab bis nach Holland geflößt für den Schiffsbau. Auf den kahlgeschlagenen Flächen konnte Regen, Eis und Schnee ungehindert eindringen. Es drohten Bergrutsch und Steinschlag. Deshalb wurden neue Bäume angepflanzt und zwar Fichten. Denn diese wurzeln flach und wachsen schnell. In jungen Fichtenwäldern ist es wirklich auch tagsüber sehr dunkel, fast schwarz. Jetzt trug der Schwarzwald seinen Namen zu Recht. Weil der Borkenkäfer sich im dichten, schwarzen Fichtenwald zu wohlfühlt, pflanzen Förster heute wieder mehr Laubbäume an, was den Schwarzwald immer bunter werden lässt.

Dieses Video wurde produziert von Abenteuer Schwarzwald.

 

Zur Geschichte des Waldes

Historische Quellen nennen die Römer als erste Nutzer des Schwarzwaldes, die demnach 300 v. Chr. im Wiesental siedelten und sich 200 n. Chr. rege mit der Flößerei beschäftigten. Abgesehen von lokalen Geschehnissen begann die flächige Besiedlung des Südschwarzwaldes erst im 8. Jahrhundert, als alemannische Adelsfamilien im Westen die weiten Täler erschlossen und Siedler vom Osten in den Wald vordrangen.

Neben Flößerei und Köhlerei war die Glasmacherei das dritte holzverzehrende Gewerbe des Südschwarzwaldes – dabei wurde das Holz vor allem zur Gewinnung von Pottasche verbrannt. Es gab im Jahr 1257 die ersten frühen Glashütten. Üblicherweise war die Waldnutzung für die Glashütten in Verträgen mit dem Grundherrn streng geregelt. So musste der Glasbläser von Blasiwald alle Glaswaren an das Kloster St. Blasien verkaufen, durfte nur eingeschränkt Gäste beherbergen und war zudem zu Fronarbeit verpflichtet. Waren die Vorräte erschöpft, wurde die Glashütte verlegt. Die Gemarkung Blasiwald wurde auf diese Art zwischen 1579 und 1716 komplett abgenutzt. Die Zeit der Glashütten endete Mitte des 18. Jahrhunderts. Die holzverzehrenden Gewerbe der frühen Neuzeit hinterließen zum einen große aufgelichtete Waldflächen, zum anderen aber auch eine große Bevölkerung in wirtschaftlich schweren Zeiten. So gewann die Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Schon die ersten Siedler des Schwarzwaldes betrieben Weidewirtschaft und im 12. Jahrhundert wurden die ersten Meiereien im Bernauer Tal gegründet.

Im 18. und 19. Jahrhundert erreichte die Weidewirtschaft ihren Höhepunkt. Die Bestandsdichten wuchsen derart an, dass vielfach die Übernutzung der Weiden zu einem existenziellen Problem wurde.

Gesetze zum Schutz des Waldes führen wieder zum Anstieg der Waldfläche

Eine Möglichkeit dem Flächenmangel zu entgehen war die Reutbergwirtschaft, eine Brandwechselwirtschaft mit einer Waldphase, einer Ackerbauphase mit Gerste oder Kartoffeln und einer Weidephase. Holz aus den Wäldern war Baustoff und Brennstoff, aber auch Werkholz. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wandelte sich das Bild erneut: Die Industrialisierung hielt Einzug in die Täler des Schwarzwaldes, die sich dank der verfügbaren Wasserkraft gut für Fabriken eigneten. Programme zu Verbesserung der Weiden wurden noch im 20. Jahrhundert durchgeführt; jedoch nahmen spontane Wiederbewaldungen und Aufforstungen zunehmend größere Flächen ein. In der heutigen postindustriellen Zeit hat der Tourismus die Holzgewinnung und die Landwirtschaft als Einkommensquelle ergänzt, teilweise völlig abgelöst. Landschaft dient vor allem der Erholung und dem Tourismus. Nachdem Johann Wolfgang von Goethe noch durch flache und kahle Landschaften reiste, sieht es heute wieder wunderschön aus im Schwarzwald.

 

Dieses Video wurde produziert von Abenteuer Schwarzwald.